Göttingen, 30. April 2024 – Im Rahmen seiner Reise an Pharma-Standorte in Niedersachsen, Hessen und Sachsen-Anhalt hat der Vizekanzler und Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz, Robert Habeck, am Dienstag, 30. April 2024 die Life Science Factory in Göttingen besucht. Im exklusiven Austausch mit Gründenden aus acht Life Science Startups und Förderern des Gründungsökosystems lernte Minister Habeck das innovative Konzept und die modernen Laborräumlichkeiten der Life Science Factory umfassend kennen.

Die vom Life-Science-Konzern Sartorius initiierte Life Science Factory war der ausgewählte Gastgeber für einen zukunftsweisenden Dialog auf politischer Ebene. Mit ihrem Konzept, Räumlichkeiten an Startups zur Verfügung zu stellen, erschafft sie gemeinsam mit den regionalen Partnern wie der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) ein Netzwerk für Wachstum und Entwicklung. Der Minister erhielt eine Tour durch die vollausgestatteten Laborräumlichkeiten, die speziell darauf ausgelegt sind, den Bedürfnissen junger Unternehmen in der Life Science Branche gerecht zu werden.

 

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) startete im Februar den Förderwettbewerb „EXIST Startup Factories“, der in ganz Deutschland mit der Vernetzung von Wirtschaft, Wissenschaft und Startup Ökosystem Leuchttürme für zukünftige Wertschöpfungsketten am Standort Deutschland vorantreiben soll. Zentral ist hierbei für das BMWK, dass sich neben dem Staat auch die private Wirtschaft in die Initiative einbringt und selbst die Organisation und Steuerung dieser Initiativen übernimmt. Nur so können aus Sicht des Bundeswirtschaftsministeriums langfristig international sichtbare und konkurrenzfähige Startup Hubs entstehen.

 

Die Bedürfnisse und Sichtweisen der Gründungspersönlichkeiten wurden in den anschließenden Gesprächsrunden in den Fokus gestellt. Bundesminister Habeck diskutierte dabei mit Gründenden, Beauftragten öffentlicher Förderprogramme und Vertretungen des Göttinger Ökosystems an drei thematisch ausgerichteten Tischen zu Themen wie Ausgründungsmodalitäten, Frühphasen- und Wachstumsfinanzierung, Internationalisierung von Startups sowie über die Zukunftspläne des Ökosystems für die regionale Entwicklung, inspiriert von Erfolgsmodellen weltweit.

 

Bundesminister Habeck zeigte sich beeindruckt von der Innovationskraft und dem Engagement der Göttinger Startups: „Die Life Science Factory in Göttingen zeigt beispielhaft, wie es uns gelingen kann, in ganz Deutschland innovative Leuchttürme der Vernetzung von Wirtschaft, Wissenschaft und Startups zu bauen. Ich habe bei meinem Besuch in Göttingen viele Eindrücke mitgenommen, die wir bei unserer Initiative EXIST Startup Factories einfließen lassen können.“

Im Mittelpunkt des Dialogs standen die branchenspezifischen Herausforderungen und die Chancen, die sich aus der Zusammenarbeit zwischen Politik und Wirtschaft ergeben, um die Transformation wissenschaftlicher Forschung in innovative Startups zu fördern und damit die Gesundheitswirtschaft in Deutschland nachhaltig zu stärken. Das Göttinger Modell der effektiven Verknüpfung von Wissenschaft und Wirtschaft, welches Startup-Unterstützung begünstigt, dient als nationales Vorbild. Führende Industrieunternehmen, die Universität Göttingen, die UMG und die Life Science Factory engagieren sich gemeinsam mit politischen Akteuren für die Entwicklung des Standorts Südniedersachsen.

 

Sartorius-CEO Dr. Joachim Kreuzburg, Gastgeber und treibende Kraft hinter der Life Science Factory, sagte: „Wir wollen Forschende motivieren, erste Schritte außerhalb akademischer Institutionen zu unternehmen und sie bei der Gründung unterstützen. Dafür haben wir im Sartorius Quartier, wo seit über 125 Jahren unternehmerisches Denken auf wissenschaftliches Know-how trifft, die Rahmenbedingungen geschaffen: Die Life Science Factory bietet Zugang zu wichtigem Gründungs- und Wachstumskapital, eine flexible Labor- und Büroinfrastruktur sowie ein leistungsfähiges Netzwerk von Talenten, Experten und Gründern. Dass wir mit diesem Konzept Ende des Jahres nach München expandieren, zeigt, dass es am Wirtschaftsstandort Deutschland einen Bedarf für Orte gibt, an denen Ideen und Innovationen gefördert werden.“

 

In den Gesprächen zeigte sich auch die große Bedeutung öffentlicher Förderprogramme, vor allem in frühen Phasen von Produkten und Dienstleistungen im Life Science Bereich. Auch der Seedinvestor High-Tech Gründerfonds als Public Private Partnership trägt seinen Teil dazu bei. Er hat seit 2005 bereits mehr als 200 Life Science Startups finanziert. Dennoch fehlt Startups oft das nötige Kapital, da die Forschung und Entwicklung, z.B. von neuen Medikamenten, teuer, langwierig und risikoreich ist. Es müssen Rahmenbedingungen geschaffen werden, die es Unternehmen und Forschungseinrichtungen ermöglichen, ihr volles Potenzial auszuschöpfen und Innovationen voranzutreiben. Dazu gehören unter anderem weitere Investitionen in Forschung und Entwicklung, die intensivere Förderung von Startups und die Schaffung eines günstigen regulatorischen Umfelds.

 

„Die UMG als wichtiger Teil des Göttinger Ökosystems hat das klare Ziel, den Transfer von wissenschaftlichen Erkenntnissen in die wirtschaftliche Nutzung zu fördern und zu stärken. Damit tragen wir maßgeblich zum Wohl unserer Patientinnen und Patienten bei. Aufgrund der exzellenten Forschungsexpertise in der Region, insbesondere der Universitätsmedizin, werden wir gemeinsam die Region Göttingen als Standort für innovative Startup-Kultur und erfolgreiche Ausgründungen in den Life Sciences deutschlandweit etablieren. Das Interesse des Bundesministers Robert Habeck hat uns bestärkt, hier auf dem richtigen Weg zu sein“, sagt Prof. Dr. Wolfgang Brück, Sprecher des Vorstandes der UMG.

Beim Life Science Start-up Day 2024 sind Themenvielfalt und Forschungsqualität die Aushängeschilder für eine ganze Region und die Medizin von morgen

Am 22. Februar 2024 erlebten mehr als 250 Besucher gleich fünf Programm-Highlights. Dazu zählten fünf Fragen an Wirtschaftsminister Olaf Lies, jeweils fünf Start-up-Pitches am Vor- und Nachmittag und fünf Areas für Workshops und den direkten Austausch. Die Keynote von Motivationstrainer Daniel Engelbrecht, dem ersten deutschen Fußballprofi mit implantiertem Defibrillator, rundete die Veranstaltung mit der Erkenntnis ab, dass Start-ups sich auch von Rückschlägen nicht aufhalten lassen sollten, wenn es darum geht, ihren beruflichen Traum zu verwirklichen.

Auf der Partnerveranstaltung von Sartorius, Ottobock, der Life Science Factory sowie den Initiativen BioRegioN und startup.niedersachsen überraschten die Start-ups in diesem Jahr mit enormer Themenvielfalt und Forschungsqualität. Sie zeigten einmal mehr: Der Wissenschaftsstandort Niedersachsen ist nicht nur bundesweit bereits ein Schwergewicht, sondern auch international auf dem Weg nach ganz oben.

 

Drei Erfolgsgaranten auf einer Konferenz: Biotech, Medtech und KI

„Niedersachsen zeichnet sich durch regionale Kompetenzschwerpunkte aus, und in Göttingen bündeln wir gezielt die Expertise im Life-Science-Sektor“, leitete der Niedersächsische Wirtschaftsminister Olaf Lies die Veranstaltung ein. Entsprechend präsentierten potenzielle Anwärter ihr umfangreiches Know-how sowie beeindruckende Ergebnisse aus Forschung und Entwicklung auf der Gründungskonferenz in Göttingen: Von maßgeschneiderten, antiviralen Therapien über inhalierbaren Wirkstoffe, Organtransplantationen ohne Abstoßung, Präzisionsmedizin für neurodegenerative Erkrankungen wie Alzheimer-Demenz bis hin zu KI-basierter Medizintechnik in der Herzchirurgie, personalisierten Wirkstoff-Implantaten oder Methodiken zur Unterstützung der Arzneimittel-Entwicklung – mit ihren Visionen, die sie erfolgreich mit Leben gefüllt haben, leisten die Start-ups einen entscheidenden Beitrag zur Innovationskraft der Region.

Gleichzeitig zeigte sich, wie groß das Bedürfnis der Akteure aus Wissenschaft und Wirtschaft und branchenspezifischen Investoren ist, sich auszutauschen. Folglich war das hohe Themeninteresse überall auf der Veranstaltungsfläche erlebbar. Ganz gleich, ob am Buffet, in den Austausch-Areas, Break-out-Sessions oder im KI-basierten Matchmaking-Format, die Teilnehmende auf Basis ihrer Interessen zusammenführte: Der Tag war geprägt von regen Gesprächen, Interaktionen und jeder Menge „Handshakes“. „Ein spannendes Format, das einen einfachen und direkten Austausch ermöglicht. Wir sind das nächste Mal gerne wieder

dabei“, fasste Jan Pietras vom Start-up myotwin zusammen. Das niedersächsische Ökosystem zu stärken und Göttingen als Gründungsstandort in den Life Sciences zu etablieren – dafür ist die seit fünf Jahren stattfindende Veranstaltung ein Beschleuniger.

 

Motor für noch mehr Gründungen: Rückenwind aus der Politik

Die fünf Fragen an Olaf Lies beleuchteten nicht nur rückblickend das Potenzial des Forschungsstandorts Niedersachsen und den stetigen Zuwachs an Gründungen. Es ging auch darum, in die Zukunft zu schauen und weitere Ausgründungen anzukurbeln. Olaf lies betonte die Notwendigkeit einer stärkeren Förderung von Forschung und Entwicklung in den Life Sciences, um die Wettbewerbsfähigkeit Niedersachsens weiter auszubauen.

 

Mehrwert für Start-ups: Vertiefter Austausch in Workshopgruppen

In den drei englischsprachigen Break-out-Sessions, die von Veranstaltungspartnern geleitet wurden, konnten Besucher zwischen „Industry“, „Funding“ und „Start-up Journey“ wählen und anschließend in Kleingruppen tief in die jeweilige Thematik eintauchen. Unter dem Dach „Industry“ widmeten sich Ottobock als Medtech- und Sartorius als Biotech-Experten den Mechanismen der Zusammenarbeit zwischen Start-ups und Unternehmen. Beim Thema „Funding“ gaben startup.niedersachsen und BioRegioN den Gründenden Raum, um Investoren Fragen zu Finanzierungsmodellen zu stellen. Und in der Session „Start-up Journey“ beleuchtete die Life Science Factory zusammen mit Neuwerk Legal und der Techniker Krankenkasse sämtliche Herausforderungen von Start-ups auf ihrer Reise von der Idee bis zur Gründung. „Dieses neuartige und interaktive Element erlaubt uns, noch tiefer mit den Teilnehmenden in den Austausch zu gehen und deren Fragen und Bedarfe gezielter zu adressieren“, betont Martin Strehle von der Life Science Factory.

 

„Herzrasen“: Daniel Engelbrecht über die drei Säulen der Zielerreichung

Der Life Science Start-up Day sollte nicht nur inspirieren, sondern angehenden Gründenden auch die Angst nehmen. Dass scheitern Start-up Kontext erlaubt und sogar gewünscht ist, zeigte die Keynote von Daniel Engelbrecht. Für ihn ist einer der Knackpunkte eines erfolgreichen Gründens die persönliche Resilienzförderung: „Rückschläge dürfen nie ignoriert werden. Es geht darum, Lehren zu ziehen, sich von Rückschlägen sogar inspirieren zu lassen und sie für die Zukunft positiv auszugestalten.“ Engelbrecht bewegte mit seiner außergewöhnlichen Lebensgeschichte, sprach offen über seine Herzerkrankung und machte den Start-ups Mut, sich in schwierigen Zeiten Hilfe an die Seite zu holen.

 

Kollaboration von Industrie, Forschung und Unterstützungsinitiativen im Gründungsökosystem

„So dynamisch wie die Forschungsfelder, so wichtig sind Vernetzung und Zusammenarbeit verschiedener Disziplinen“, sagt Sven Wagner von Sartorius. Dem folgten die Teilnehmenden unisono auch beim diesjährigen Life Science Start-up Day und betonten, wie wichtig dieser Schulterschluss sei.

Der Bedarf an Unterstützung der Start-ups im Bereich Lebenswissenschaften ist weiterhin hoch, denn Gründungen sind aufwändig, teuer und ressourcenintensiv. Umso wichtiger sind Partnerschaften auf Augenhöhe, die den Mut und Ideenreichtum der Unternehmer fördern. Dafür ist Göttingen, die „Stadt, die Wissen schafft“ mit ihrer Exzellenz-Universität, den Max-Planck-Instituten, vier Nobelpreisträgern, der Biomedizin und der Life Science Factory nicht erst seit heute ein vielversprechendes Pflaster.

Göttingen, 08.12.2023. Unter dem Motto „Bühne frei für die Life Science Innovationen von morgen“ fand am 7. Dezember 2023 der diesjährige ELSA Pitch Bowl in der Life Science Factory im Sartorius Quartier in Göttingen statt. Die Veranstaltung mit 14 Start-ups und Investor-Jury bildete das Abschlussevent des „Entrepreneurial Life Science Accelerator (ELSA)“, zu Deutsch ein Entwicklungsprogramm speziell für Firmenneugründungen aus den Lebenswissenschaften.  

Durch die Zusammenarbeit von Fraunhofer AHEAD, Helmholtz Munich und der Life Science Factory sowie deren Netzwerk, erhielten die Teilnehmenden des ELSA-Programms über 4 Monate hinweg wertvolle Unterstützung, um ihre Geschäftsmodelle zu schärfen und ihre Gründungsideen zu validieren. Die Besonderheit des ELSA Programms liegt in dem einzigartigen Ansatz, spezifische und individuelle Hilfestellungen zu bieten, die auf die aktuellen Bedarfe der Teilnehmenden zugeschnitten sind. Experten aus Wissenschaft, Industrie und Investment-Sektor begleiten die Start-ups im engen Sparring und decken alle relevanten Bereiche ab, denen ein Life Science Start-up auf seinem Weg begegnet, wie zum Beispiel Intellectual Property (IP), Regulatorische Fragestellungen, Marktverständnis, Finanzplanung und Kommunikation. 

Die Veranstaltung gipfelte im ELSA Pitch Bowl, einem Höhepunkt des Programms, bei dem die Gründungsteams in 3-minütigen Kurzpräsentationen ihre Entwicklung in den Bereichen Idee, Markt und Team vorstellten. Eine hochrangige Jury mit 3 Persönlichkeiten aus dem Investment Sektor stellte live auf der Bühne kritische Fragen und gab wertvolles Feedback. Den begehrten Jury-Preis sicherte sich das vielversprechende Team Inhale+, das sich mit der therapeutischen Wirksamkeit von Inhalationssystemen befasst. Die Jury lobte die technologische Entwicklung und das hohe Marktpotenzial. „Für uns ist der ELSA Pitch Bowl nicht nur ein Event, sondern ein Meilenstein. Ein vergleichbares Start-up Programm haben wir noch nicht kennengelernt“, so Felix Wiegandt von Inhale+ über das Programm. 

Ein weiteres Highlight des Abends war die Entscheidung des Publikums-Preises durch ein Live-Voting während des Events. Das Team Fluorizon, das an einer Technologie für die Optimierung und Kostensenkung in der Arzneimittelentwicklung forscht, konnte das Publikum durch seine beeindruckende Präsentation und den gesellschaftlichen Mehrwert seines Projekts überzeugen. „Wir kamen mit einer guten Idee in das Programm und dank des intensiven Coachings konnten wir damit sogar einen Preis gewinnen “, Austin Craig, einer der Gründer von Fluorizon. 

In diesem Jahr feierte das Programm 5-jähriges Jubiläum, das mit einem Rückblick auf die bisherigen Erfolge aller unterstützten Start-ups verbunden war. Die diesjährige ELSA Pitch Bowl Veranstaltung war nicht nur ein beeindruckendes Schaufenster für Innovationen aus den Lebenswissenschaften, sondern betonte auch die Relevanz des Transfers von wissenschaftlichen Projekten in die Praxis. Die vom Konzern Sartorius initiierte Life Science Factory bleibt ein zentraler Akteur, der Gründern in diesem Bereich die nötigen Ressourcen und Unterstützung bietet, um ihre Ideen erfolgreich in die Realität umzusetzen. 

Das Start-up Cultimate ist Teil der Life Science Factory: In diesem Interview erzählen die Gründer:innen mehr

Stellt euch und euer Start-up doch kurz unseren Lesern vor!
George Zhelezny: Cultimate Foods ist ein Startup im Bereich der zellulären Landwirtschaft, das zell-kultiviertes Fett als Zutat für Fleischalternativen auf pflanzlicher Basis herstellt. Im Gegensatz zu anderen Fettalternativen ahmen wir die Struktur von tierischem Fettgewebe nach, wobei der Schwerpunkt auf intramuskulärem Fett liegt, das sich als feine Marmorierung im Muskelgewebe von hochwertigem Fleisch zeigt.

Das Produkt wird als B2B-Zutat an Lebensmittelhersteller geliefert, um die sensorischen Eigenschaften (z.B. Geschmack, Saftigkeit, Konsistenz) alternativer Fleischprodukte zu verbessern und den weltweiten Fleischkonsum zu verringern.

George Zhelezny: Founder&CEO of Cultimate
Ich leite mit Leidenschaft ein Unternehmen für zelluläre Landwirtschaft, Cultimate Foods! Als CEO steuere ich die strategische Entwicklung, die nachhaltige finanzielle Leistung und die Beziehungen zu Investoren.

Zuvor habe ich Greenwise, ein Unternehmen für pflanzliches Fleisch, geleitet. Außerdem habe ich eine Finanzabteilung und Teilbereiche in der Öl- und Gas- sowie der FMCG-Branche geleitet. Durch meine langjährige Tätigkeit im Finanzbereich von Unternehmen und Start-ups habe ich gelernt, sowohl den Unternehmergeist als auch die wirtschaftliche Vernunft zu schätzen und zu erweitern.

Eugenia Sagué: CEO & Co-Founder
Ich bin seit vielen Jahren im Bereich der alternativen Proteine tätig und bin davon überzeugt, dass die Wissenschaft der Schlüssel zur perfekten Lösung ist, um unser nachhaltigkeits- und ethikunbewusstes Ernährungssystem zu verbessern und zu transformieren. Bevor ich Cultimate Foods gründete, sammelte ich umfangreiche Erfahrungen in der alternativen Proteinindustrie durch Positionen bei ProVeg International, Heura Foods, ProVeg Incubator und V-Label. Mein Hintergrund liegt im Bereich Recht und Strategic Business Management.

Jordi Morales-Dalmau: CTO & Co-Founder
Als erfahrener Biotechnologe, bin ich spezialisiert auf die Automatisierung von Bioprozessen, Bioreaktoren und kultivierte Produkte. Als Mitbegründer und CTO bei Cultimate Foods habe ich es mir zum ziel gesetzt, Innovation und Nachhaltigkeit in der Lebensmittelindustrie voranzutreiben. Darüberhinaus bin ich Mentor für aufstrebende Fachleute und als FoodHack-Botschafter ein begeisterter Verfechter von FoodTech.

Warum habt ihr euch entschieden, ein Unternehmen zu gründen?
Jordi Morales-Dalmau: Wir haben aus unseren Erfahrungen erkannt, dass es bisher keine perfekte Lösung für Fleischalternativen gibt. Gleichzeitig möchten wir einen Beitrag zur Reduzierung von Abholzung, zur Verringerung von Treibhausgasemissionen und zur Minimierung der Massentierhaltung leisten.

Wie habt ihr euch als Gründerteam zusammengefunden?
Eugenia Sagué: Der ProVeg Incubator hat uns zusammengeführt. Dieses Programm unterstützt Start-ups und Unternehmer im Bereich pflanzliche Ernährung und alternative Proteinquellen. Eugenia war bei ProVeg tätig, George nahm mit seinem ersten Startup daran teil, und Jordi war Mentor bei ProVeg.

Wie sieht ein normaler Arbeitstag bei euch aus?
George Zhelezny: Aus Sicht eines unserer Zellbiologen im Team läuft ein normaler Arbeitstag in der Life Science Factory so ab, dass wie um 08Uhr im Co-Workingspace ankommen und unseren Arbeitsplatz vorbereiten. Wir sehen uns die Tasks des Tages an und buchen, falls es noch nicht passiert ist, unser Equipment für den Tag. Eine halbe Stunde später geht es dann ins Labor zum Experimentieren. In der Mittagspause treffen wir uns mit unseren Kolleg:innen in der Gemeinschaftsküche und tauschen uns über unsere Arbeit aus.

Danach geht es zurück ins Büro, um im Meeting alle Team-Angelegenheiten zu besprechen oder einfach anfallende Arbeiten zu erledigen. Am Nachmittag stehen wir dann wieder im Labor, um die Experimente zu finalisieren und auszuwerten. Vor dem Feierabend überprüfen wir noch einmal was eventuell für den nächsten Tag an Geräten gebucht werden muss und schreiben alle Pläne auf, damit wir am nächsten Tag gut starten können.

Was unterscheidet euch von anderen Unternehmen?
Eugenia Sagué: Die Vision die Zukunft der Lebensmittelproduktion durch Innovation und mit weniger Tieren oder sogar ohne zu gestalten!

Eine große Chance, geschmacklich zu gewinnen, sind hybride Produkte – eine Kombination aus pflanzlichem Eiweiß und zellbasierten Zutaten, wie z.B. kultiviertes Fett. Mit Cultimate haben wir eine alternative Fettzutat entwickelt, die den authentischen Fleischgeschmack und die Textur von pflanzlichen Fleischprodukten verbessert. Durch den Einsatz moderner Zellkulturtechniken züchten wir echte Fettzellen, ohne dass Tiere zu Schaden kommen. Wir arbeiten mit Hochdruck an unserer revolutionären Zutat, die den Geschmack und das Aroma von Fleisch auf pflanzlicher Basis auf ein Niveau heben wird, das dem von herkömmlichem Fleisch in nichts nachsteht.

Wer ist eure Zielgruppe?
Jordi Morales-Dalmau: Unser ultimatives Ziel ist es, Tiere aus der Nahrungskette zu verbannen, indem wir die Symbiose aus wissenschaftlichen und technologischen Innovationen fördern.

Die Hauptzielgruppe sind Menschen, die Fleisch lieben und in Fleischprodukte in ihrer Ernährung konsumieren. Cultimate Fat” wird alle Eigenschaften von Fleisch liefern, die derzeit in den verfügbaren Fleischalternativen fehlen.

Warum habt ihr euch für die Life Science Factory beworben?
George Zhelezny: LSF bietet eine ideale Lösung für Early-Stage-Startups, die unmittelbar mit der Forschung und Entwicklung ihrer Produkte beginnen möchten, ohne hohe Anfangsinvestitionen tätigen zu müssen. Nach Vertragsunterzeichnung können Sie fast am nächsten Tag mit Ihrer Arbeit starten

Wie werdet ihr unterstützt?
Eugenia Sagué: Wir haben unsere erste Finanzierungsrunde (Pre-Seed) erfolgreich von Investoren abgeschlossen. Für die Zukunft hoffen wir darauf, zusätzliche staatliche Zuschüsse zu erhalten.

Wo seht ihr euch und euer Start-up in fünf Jahren?
Jordi Morales-Dalmau: Das klare Ziel besteht darin, eine game-changing Technologie zu entwickeln und kontinuierlich zu verbessern, die es Lebensmittelproduzenten ermöglicht, eine neue Generation schmackhafter Fleischalternativen auf den Massenmarkt zu bringen und dabei das Leben von Tieren und Menschen nachhaltig zu verbessern.

Welche drei Tipps würdet ihr angehenden Gründenden mit auf den Weg geben?
Eugenia Sagué: Folgt eurer Leidenschaft, baut ein starkes Netzwerk auf und lernt aus euren Erfahrungen.

Wir bedanken uns bei den Gründern für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

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Proteindesign mithilfe von KI, Exoskelette für die Hand: In den Laboren und im Makerspace der Life Science Factory Göttingen machen Startups ihre ersten Schritte abseits von Hochschule und Universität.

Von Elisabeth Urban

In der Tiefkühltruhe herrschen Minus 150 Grad. Im Gefrierschrank ist es etwas wärmer – nur Minus 80 Grad.

Irina Reimer zieht einen blau-schwarzen Schutzhandschuh an, öffnet erst eine massive, dann eine etwas dünnere Tür. Eisiger Nebel bahnt sich den Weg ins Freie, dahinter wird eine Reihe eisüberzogener Schubfächer sichtbar. Die ähneln Gemüseschubladen in einem ganz normalen Kühlschrank, enthalten statt Erbsen und Spinat allerdings gefrorene Zellkulturen.

Wird es im Gefrierschrank wärmer als Minus 60 Grad, „kann Forschung der letzten 20 Jahre kaputtgehen“, erklärt Reimer, während sie die beiden Türen wieder fest verschließt – der leise brummende Schrank ist deswegen mit einem Überwachungssystem ausgestattet, das bei Bedarf Alarm schlägt.

 

Life Science Factory Göttingen: Die ersten Schritte abseits der Uni

Irina Reimer ist Program Director der Life Science Factory Göttingen, der Blick in den ungewöhnlichen Gefrierschrank Teil einer Tour durchs Gebäude der niedersächsischen Startup-Schmiede. In den Laboren wird unter anderem an Fleischalternativen und der Entwicklung von Proteinen mithilfe von KI-Algorithmen geforscht.

Die Idee der Life Science Factory: Startups, die sich an einer der drei Göttinger Hochschulen formieren, sollen bei ihren ersten Schritten abseits vom Campus begleitet werden, sich austauschen und Räume und teures Equipment gemeinschaftlich nutzen.

Wer sich entscheidet, die Räumlichkeiten der Factory längerfristig zu buchen, soll nach etwa zwei Jahren „auf eigenen Beinen stehen und zum Beispiel in größere Räume ziehen oder eigene Produktionskapazitäten haben“. Seit der Gründung 2019 hat die Factory laut Reimer so insgesamt 60 Startups begleitet, momentan sind zehn Gründungsteams eingebucht.

Nachdem der Startschuss für die Life Science Factory zunächst auf einer Probefläche gefallen war, folgte 2022 der Umzug in einen neu gebauten Backsteinturm auf dem ehemaligen Werksgelände des Biotechherstellers Sartorius. Der ist auch die Muttergesellschaft der Factory – und sorgt unter anderem für günstigen Nachschub im „Cola-Automaten für Laborbedarf“.

Labor „wie bei Mutti“ – Kittelwäsche inklusive
Im Labor, das die beiden obersten Etagen der Life Science Factory füllt, sollen sich die Startups „wie bei Mutti“, fühlen, erklärt Reimer – Kittelwaschservice und Spülservice für benutztes Laborbesteck inklusive. Unsere Tour führt vorbei an Zentrifugen, an PCR-Geräten und an Waagen, die das Gewicht eines einzelnen Fingerabdrucks bis auf die siebte Nachkommastelle genau messen können. Kupferrohre an der Decke leiten Stickstoff, Helium, Argon und CO₂ zu den einzelnen Arbeitsplätzen, wir bleiben vor einer Laborbank stehen.

Einen Meter achtzig lang, ausgestattet mit abschließbaren Schränken und Kühlung, sind die Bänke das Kernelement der Life-Science-Factory-Labore: Startups, die im voll ausgestatteten Labor arbeiten wollen, buchen sie als Basis. Einen Flex-Desk im Coworking-Space zwei Stockwerke tiefer gibt es direkt mit dazu, alles andere – zum Beispiel Hilfe bei bürokratischen Hürden oder ein privater Forschungsbereich, der in kürzester Zeit mit flexiblen Milchglaswänden ins Labor eingezogen wird –, wird individuell vereinbart.

Exoskelette für die Hand: Der Prototyp kommt aus dem Makerspace
Während die Mindestlaufzeit für einen Laborplatz einen Monat beträgt, geht das Ein- und Auschecken zwei Stockwerke tiefer noch spontaner. Im Makerspace können sich junge Unternehmen nicht nur monats-, sondern auch tageweise einmieten, es gibt außerdem Zehnerkarten „wie im Schwimmbad“.

Da, wo es, so Reimer, „zischt und brummt“, haben Claudio Garcia und Viola Bartels schon zahlreiche Stunden verbracht. In den Regalen an der Wand stehen Probedrucke aus dem 3D-Drucker. Eine Riesenzelle, die an den Biounterricht erinnert, eine Büste von Albert Einstein, der die Zunge herausstreckt, ein Prothesenstumpf.

Mit ihrem Startup Digity arbeiten Garcia und Bartels an Exoskeletten für die Hand. Die sollen zum einen bei Rehamaßnahmen nach Verletzungen zum Einsatz kommen, zum anderen präventiv genutzt werden. Bevor das erste Produkt im Herbst 2023 in Zusammenarbeit mit einem Lohnhersteller auf den Markt kommt, brauchte es immer wieder Prototypen, Verpackungen und Zubehör für Belastungstests.

Damit die nicht zu teuer werden, setzt Digity auf die Marke Eigenbau. Aber welche Geräte braucht man dafür eigentlich? „Als Startup weiß man oft noch gar nicht, was man eigentlich benutzen möchte“, erklärt Garcia. Um herauszufinden, welche Fertigungstechnik sich wofür eignet, und immer wieder Neues auszuprobieren, zog das Startup im Makerspace ein – wo 3D-Drucker neben Plotter, Lasercutter und Fräse stehen und reger Austausch mit anderen Gründer:innen stattfindet.

 

 

„Hightech-Startups aus der Provinz“ im Gebäude, das nie schläft

Der Austausch, den die Life Science Factory mit einem umfangreichen Netzwerk fördert, hatte das Team von Digity schon vor dem Einzug in den Makerspace zur Life Science Factory gebracht. „Hightech-Startups aus der Provinz kennen sich nicht unbedingt“, sagt Garcia.

Bei Events, in der Gemeinschaftsküche und auf den Coworking-Flächen, die zwischen Labor und Makerspace angesiedelt sind, treffen die unterschiedlichen Startups immer wieder aufeinander – man kennt sich in der Factory.

Dabei bleibt immer Platz für neue Gesichter: Das Gebäude ist nie voll ausgebucht, sagt Irina Reimer. „Unser Ziel ist es, dass die Fläche maximal zu 80 Prozent ausgelastet ist, weil wir den Platz brauchen, um zu wachsen und die Möglichkeit zu bieten, ganz kurzfristig eine Laborbank zu buchen oder einen Coworking-Platz zu vermieten.“

Flexibel soll es sein, so wie die verschiebbaren Wände im Labor, der separate Eingang für den Makerspace, der es ermöglicht, auch nachts nach dem 3D-Drucker zu sehen, und die smarte Beleuchtung in den Fluren. Alles in der Life Science Factory ist auf ständigen Wandel ausgelegt – und das Haus schläft nie.

Zum Artikel von startingup

Inkubator, Sprungbrett und Partnerin für Start-ups: Die Life Science Factory in Göttingen bietet Gründenden aus den Lebenswissenschaften top Rahmenbedingungen, um schnell und erfolgreich durchzustarten.

Seit knapp anderthalb Jahren hat sie ihre Türen geöffnet und bietet Gründenden aus den Lebenswissenschaften eine erste Anlaufstelle außerhalb der bisher meist universitären Strukturen: Die Life Science Factory in Göttingen hat sich als Inkubator in nur 18 Monaten zum etablierten Player in der deutschen Life-Science-Start-up-Szene entwickelt. Den medialen Hype, den die Biotechnologien nicht zuletzt durch die Corona-Pandemie erfahren hatten, konnte sie dabei genauso für sich nutzen wie die groß­zügige räumliche Ausstattung der Factory und die höchstmögliche Flexibilität der Laborflächen, die als Shared-Lab­-Konzept ein Skalieren erlaubt und dabei doch alle S1- und bei Bedarf S2-Sicherheitsstandards einhält.

Eigenständig und gemeinnützig
Doch woher kommt dieser Life-Science-Hotspot mitten in Deutschland eigentlich? Initiiert wurde die Idee von Dr. Joachim Kreuzburg, CEO des biopharmazeutischen Unternehmens Sartorius, zur Stärkung des lokalen Ökosystems. Ziel ist es, Göttingen über die wissenschaftliche Stärke hinaus als Gründungsstandort in den Life Sciences zu etablieren. Gemeinsam mit weiteren lokalen Akteur*innen ist man im Vorfeld an verschiedene weltweite Standorte, vor allem in den USA, gereist, um Forschungsschwerpunkte und Inkubatoren zu besichtigen, Best Practices abzuleiten sowie den Pain Points von jungen Forscher*innen schon im Vorfeld zu begegnen. Als Ergebnis steht nun seit Januar 2021 Start-ups aus den Life Sciences ein Inkubator mit Full Service zur Verfügung, der neben starkem Know-how-Transfer auch erstklassige Mentoring-Programme sowie State-of-the-Art-Equipment und -Geräte bereithält, die bereits in der monatlichen Mietzahlung enthalten sind.

Gründungsunterstützung auf vier Etagen
Auf 3.300 Quadratmetern finden sich auf vier Etagen modernste und vollausgestattete Labore, eine Werkstatt zur Prototypenentwicklung sowie Büro- und Veranstaltungsräume. Zusätzlich profitieren Gründer*innen von einem umfassenden Beratungsprogramm. In der Life Science Factory können Start-ups innerhalb kürzester Zeit mit ihren Projekten starten. Bereits vorab wird das Start-up vom Team der Life Science Factory bei regulatorischen Fragestellungen und der Kommunikation mit Behörden unterstützt. In Größe und Ausstattung sind die Labore flexibel und modular auf die jeweiligen Bedürfnisse der Mieter*innen anpassbar und können mit dem Start-up mitwachsen, wenn mehr Platz benötigt wird. Zudem gibt es auf den Laborebenen für mehrere Mieter*innen gemeinsam nutzbare Flächen wie Geräteräume für Zentrifugen oder zur Zellkultivierung. Als gemeinnützige und vom Land Niedersachsen geförderte Institution werden die Flächen dabei zu vergleichsweise erschwinglichen Preisen zur Verfügung gestellt und sind monatlich kündbar.

„Wir haben den Bedarf von gründungswilligen Wissenschaftler*innen an geeigneten Räumen und Laboren sowie einem leistungsfähigen Netzwerk genau analysiert und bieten passgenaue Lösungen an. Das Feedback ist durchweg positiv, und neben den flexiblen Laboren schaffen vor allem die Gemeinschaftsflächen und der Austausch untereinander dynamische Entwicklungsmöglichkeiten“, bekräftigt Sven Wagner, Geschäftsführer der Life Science Factory.

Vielfältige Programme und Networking
Neben der Infrastruktur ist für frühphasige Start-ups vor allem auch der Austausch und das Finden der richtigen Partner*innen und Unterstützenden essenziell. Neben der Unterstützung durch das Team vor Ort wird daher ein breites Event- und Programmangebot präsentiert. Zusätzlich zu regelmäßigen Formaten wie Networking-Events und Investor*innen-­Check-ups, findet jährlich das Accelerator Programm ELSA statt, das gemeinsam mit den außeruniversitären Forschungseinrichtungen Fraunhofer AHEAD und Helmholtz München umgesetzt wird. Life-Science-Start-ups bekommen hier in einem Zeitraum von drei mal zwei Tagen kostenfreie Unterstützungsangebote zu den Themen „Life Science“, „Industrie“ und „Go-to-Market“. Der Fokus liegt auf Einzelcoachings zu individuellen Themen wie Finanzierungsmodellen, IP oder Pitches. Im Austausch untereinander und mit den Coaches arbeiten die teilnehmenden Start-ups intensiv an ihren eigenen Projekten. Am Ende des Programms steht ein Pitch-Event vor einer Expert*innen-Jury und dem Publikum an.

Auch regelmäßige Events zur Zukunft der Life Sciences wie im vergangenen Jahr bei der Bits & Pretzels und dieses Jahr in München beim Festival der Zukunft bieten eine Vielzahl von individuell auf die Start-ups ausgewählten Themenkomplexen und Netzwerkmöglichkeiten an. Diese sind inhaltlich und insbesondere mit Blick auf die Investor*innenansprache für die Anfangsphase eines jeden Start-ups besonders wertvoll.

Im Folgenden stellen wir fünf Start-ups und ihre Geschäftsideen aus dem Portfolio der Life Science Factory vor.

Phaeosynt: Der erste vegane Schwangerschaftstest
Im Schnitt werden jährlich weltweit etwa 400 Millionen Schwangerschaftstests verkauft. Sie verursachen jährlich rund 900 Tonnen Plastikmüll und bestehen auch aus tierischen Bestandteilen – zumeist Antikörpern. Diese werden in tierischen Zellkulturen oder in Tieren produziert. Anders macht es das Biotech-Start-up Phaeosynt aus Hannover: „Wir produzieren als erstes Unternehmen Antikörper in Kieselalgen und ermöglichen damit eine pflanzliche Alternative. Zudem nutzen wir recyclebares Papier als Verpackung, produzieren somit tierversuchsfrei und ressourcenschonend. Weitere (Diagnostik-)Produkte nach diesem Prinzip stehen bereits in der Pipeline“, betont Stephanie Pfeil-Coenen, CEO von Phaeosynt.

Der Gründungsursprung der vier Wissenschaftler*innen nahm 2021 an der Leibniz Universität Hannover (LUH) seinen Lauf: Hier wurde die vegane Antikörper-Produktion in der Arbeitsgruppe Reinard am Institut für Pflanzengenetik vorangetrieben, in der Stas Hans (CTO) als Doktorand und Eva Plönnigs (Head of Production) als technische Assistentin tätig sind. Gemeinsam mit Dr. Alina Eilers (COO), die nach ihrem Life-Science-Studium an der LUH in ihrer Promotion einen Schnelltest entwickelt hat, und der Wirtschaftswissenschaftlerin Stephanie Pfeil-Coenen (CEO) ist die Ausgründung ­Phaeosynt entstanden, die die veganen Antikörper nun auf den Markt bringt.

Aktuell entwickeln die vier Forscher*innen einen Prototypen, der anschließend als Medizinprodukt zertifiziert werden muss. Der Schwangerschaftstest mit „grünen Antikörpern“ auf der Basis von Kieselalgen soll die gleiche Sensitivität wie ein herkömmlicher Schwangerschaftstest besitzen und 2025 auf den Markt kommen.

Ucaneo: CO2 aus der Atmosphäre filtern
Ucaneo ist ein junges Start-up mit sieben Mitarbeiter*innen. Seit Januar letzten Jahres entwickelt es die weltweit erste biomimetische Direc-Air-Capture-Technologie, die auf der Kraft von biochemischen Prozessen basiert, um so CO2 nachhaltig aus der Atmosphäre zu filtern. „Unser Ziel ist es, der Menschheit zu helfen, ihre Klimaziele zu erreichen“, so Florian Tiller, Co-Founder & CEO von Ucaneo.

Noch steht das Start-up am Anfang der Entwicklung seiner Technologie: Kern der Forschung sind biomimetische Membranen, die Enzyme nutzen. „Aktuell sind wir in der Phase der Entwicklung einer neuen Membran und des anschließenden Baus eines Prototyps. Es gibt nur eine Handvoll Unternehmen und Forschungsgruppen weltweit, die an ähnlichen industriellen enzym-katalytischen Membranen arbeiten – wir sind jedoch die einzigen im Direct-Air-Capture-Bereich“, erläutert Florian Tiller.

Ucaneo ist im vergangen Jahr stark gewachsen. Die größten Learnings daraus formuliert der CEO wie folgt. „Estens: Das Team ist alles! Und gute Leute zu finden, die mit einer wissenschaftlichen und unternehmerischen Denkweise agieren, ist nicht einfach. Zweitens: Sich von Anfang an Kooperationspartner und Personen zu suchen, die an einen glauben, sowie mit Infrastruktur und den richtigen Informationen zur Seite stehen, ist essenziell. Und drittens: Wir lernen immer noch täglich, dass Deep Tech auch Frustration bedeutet und es viele Anläufe benötigt, bis ein Experiment funktioniert – aber dadurch lohnt es sich auch umso mehr.“

Digity: Exoskelette für die Hand
Über 30 Prozent aller Arbeitsverletzungen betreffen die Hände. Die Rehabilitation von Handverletzungen ist aufgrund der kleinen Gelenke besonders aufwändig und langwierig. Das Göttinger TechStart-up Digity hat sich daher auf Hände spezialisiert und zum Ziel gesetzt, dass diese immer gesund, geschützt und produktiv sind. Dafür entwickelt das Team an der Universitätsmedizin Göttingen Exoskelette. Seit März 2022 entwickelt es im Rahmen des EXIST-Forschungstransfers seine Technologie marktreif. „Der aktuelle Stand der Technologie schafft es nicht, der Komplexität der Finger und Hände gerecht zu werden“, erklärt die Orthopädietechnikerin Viola Bartels.

Durch Bilderkennung, additive Fertigung sowie neueste Forschungen und Technologien in den Materialwissenschaften und der Steuerungstechnik können mittlerweile Exo­skelette produziert werden, die der menschlichen Anatomie und Biomechanik besser entsprechen. So könnten beispielsweise Handwerker*innen durch Exoskelette besser vor Verletzungen geschützt werden oder Patient*innen ihre Genesung durch Geräte für eine Bewegungstherapie beschleunigen.

„Wir sind ein internationales Team mit medizinischem, ingenieurwissenschaftlichem und betriebswirtschaftlichem Hintergrund und plane, unsere ersten Produkte Ende 2023 vorzustellen“, so Claudio Garcia, Projektmanager bei Digity. Im nächsten Jahr sollen nach dem Forschungstransfer mit Unterstützung von Investor*innen weitere Produkte eigenständig und mit Partner*innen auf den Markt gebracht werden.

Cultimate Foods: zelluläre Landwirtschaft
Entgegen dem abnehmenden Trend in Deutschland, steigt der weltweite Fleischkonsum kontinuierlich an und wird sich bis 2050 voraussichtlich verdoppeln. Obwohl pflanzliche Fleischalternativen in Supermärkten erhältlich sind, sind viele Verbraucher*innen mit dem Geschmack und der Textur unzufrieden und nicht bereit, Kompromisse einzugehen. Daher bieten Hybridprodukte, die pflanzliche Proteine mit zellbasierten Zutaten wie kultiviertem Fett kombinieren, eine vielversprechende Möglichkeit, einen fleischähnlichen Geschmack zu erreichen. Das 2021 gegründete Cultimate Foods verfolgt diesen Ansatz, entwickelt kultivierte Fette, die wie echtes Fleisch schmecken, und begegnet so den Herausforderungen des globalen Fleischkonsums.

„Wir glauben, dass die Akzeptanz von Fleischalternativen durch besser schmeckende Produkte erheblich beschleunigt werden könnte. Mit Cultimate haben wir eine alternative Fettzutat entwickelt, die den authentischen Fleischgeschmack und die Textur von pflanzlichen Fleischprodukten ermöglicht. Durch den Einsatz moderner Zellkulturtechniken züchten wir echte Fettzellen, ohne dass Tiere zu Schaden kommen. Deshalb schmeckt, riecht und wirkt unsere Fett­zutat wie echtes tierisches Fett“, so die Gründer*innen Eugenia Sagué, George Zheleznyi und Oskar Latyshev.

Bei der Herstellung dieses kultivierten Fettes ist jedoch eine der größten Herausforderungen, ein kosteneffizientes Verfahren zu entwickeln, das nur lebensmitteltaugliche Zellkulturkomponenten enthält. Cultimate Foods forscht daher intensiv daran, erschwingliches und lebensmitteltaugliches Fett herstellen zu können.

Das Start-up steht an vorderster Front der zellulären Landwirtschaft und strebt danach, die Umweltauswirkungen und ethischen Bedenken im Zusammenhang mit konventioneller Fleischproduktion anzugehen. „Mit unserem Team leidenschaftlicher Wissenschaftler*innen und Forscher*innen sind wir bereit, die Zukunft der Ernährung mit innovativen Lösungen zu prägen und die Art und Weise, was als Fleisch konsumiert wird, zu revolutionieren“, so das Credo des Teams.

PhalanxNeuro: Präzisionsmedizin von Neurodegenerationen
Das Gründerehepaar Dr. Christiane Ritter und Dr. Thorsten Lührs verfolgt die Vision, Präzisionsmedizin von Neurodegenerationen zu ermöglichen. „Wir wollen für Krankheiten wie Parkinson, Alzheimer und anderen Demenzerkrankungen oder auch ALS den Status erreichen, der für Krebs längst anerkannt ist: die Entwicklung spezifischer Medikamente für Subtypen dieser Erkrankungen“, so Dr. Christiane Ritter. „Dafür entwickeln wir ein Verfahren, das kleinste Mengen krankheitsspezifischer Biomarker in Zerebrospinalflüssigkeit oder Blut nachweist und charakterisiert. Damit wollen wir Pharmafirmen helfen, gezielte Medikamente oder auch Kombina­tionstherapien für spezifische Patientengruppen zu entwickeln“, ergänzt Co-Founder Dr. Thorsten Lührs.

Die beiden Wissenschaftler*innen wollten bereits vor rund 14 Jahren in der Grundlagenforschung auf molekularer Ebene verstehen, wie Prionen – die Erreger von BSE – unterschiedliche Krankheitsverläufe hervorrufen können, obwohl es immer das gleiche Protein ist, das infektiöse Proteinpartikel bildet. Ein bekanntes Beispiel ist die variante Form der Creutzfeld-Jakob-Erkrankung, die durch den Verzehr von BSE-Fleisch induziert wurde. „Wir haben schnell erkannt, dass der Analyse-Ansatz auch für andere Erkrankungen wie Alzheimer und Parkinson nutzbar ist“, so Dr. Christiane Ritter.

Mit ihrem Verfahren will das PhalanxNeuro-Gründungs-Duo, ausgehend von einer einzigen Patientenprobe, innerhalb von 24 Stunden und schon zu sehr frühen Zeitpunkten der Erkrankung aussagefähige Information liefern. „Unser Verfahren beruht dabei auf dem präzisen Zusammenspiel der biochemischen Reaktionen, spezieller Einweg-Reaktionsge­fäße und dem passenden Analysegerät. Die parallele Entwicklung dieser drei Komponenten erfordert ein eingespieltes Team mit hochspezialisiertem Wissen sowie den Aufbau der entsprechenden Strukturen. Daran arbeiten wir gerade mit Hochdruck“, so Dr. Thorsten Lührs.

  • Strategische Partnerschaft zwischen Life Science Factory und Helmholtz Munich soll Ausgründungen fördern
  • Die Life Science Factory wird Labore und Co-Working-Flächen auf einer Etage des Helmholtz Pioneer Campus anbieten

Göttingen/München, 07.08.2023. Der von Sartorius in Göttingen initiierte Inkubator Life Science Factory und das biomedizinische Spitzenforschungszentrum Helmholtz Munich gehen eine strategische Partnerschaft zur Unterstützung von Ausgründungen in den Lebenswissenschaften ein. In diesem Rahmen wird die Life Science Factory im neu eröffneten Helmholtz Pioneer Campus im Frühjahr 2024 einen zweiten Standort eröffnen. Wie in Göttingen wird auch der neue Standort jungen Gründerinnen und Gründern Zugang zu Laboren und grundlegender Infrastruktur sowie fundierter Geschäftsexpertise und einem Start-up Netzwerk im Bereich der Lebenswissenschaften bieten und damit die Translation innovativer Technologien maßgeblich unterstützen.

Im Helmholtz Pioneer Campus am Standort Neuherberg arbeiten hochqualifizierte, interdisziplinäre Forschende aus aller Welt. Sie verknüpfen beispielsweise Künstliche Intelligenz mit der Biomedizin und Ingenieurswissenschaft mit der vielfach ausgezeichneten Diabetes-Forschung von Helmholtz Munich. Daraus entstehen neue Spitzentechnologien, die der Medizinforschung wichtige Impulse geben.

 

Mit der Eröffnung der Life Science Factory wird das Angebot im Pioneer Campus erweitert. Durch die Kooperation soll eine längerfristige und bedarfsgerechte Unterstützung für wissenschaftliche Ausgründungen sowohl durch optimale Infrastruktur als auch fundierte inhaltliche Betreuung geboten werden. Auf der von der Life Science Factory belegten und ca. 1.800 qm großen Etage können Start-ups vollausgestattete Labore sowie Co-Working Flächen nutzen und zusätzlich von einem breit gefächerten Mentoring- und Veranstaltungsprogramm profitieren, das Möglichkeiten zum Austausch sowie Zugang zu relevantem Gründungswissen und einem entsprechenden Netzwerk bietet. Inhaltlich setzt das Angebot neben Life Sciences auf Schnittstellentechnologien, wie beispielsweise Bioengineering und KI-Anwendungen.

 

Marco Janezic, Managing Director der Life Science Factory: „Nach unseren positiven Erfahrungen am Heimatstandort Göttingen freuen wir uns, mit dem neuen Standort in München in ein weiteres starkes und etabliertes Ökosystem einzutreten. Die Nähe zu Helmholtz Munich und den angesiedelten Forschungseinrichtungen wird einen stärkeren Austausch und den Transfer von innovativer Forschung in die wirtschaftliche Anwendung fördern.“

 

Matthias Tschöp, CEO von Helmholtz Munich und Gründungsdirektor des Pioneer Campus: „Kreativer Gründergeist und erfolgreiche Unternehmensgründungen zählen am Pioneer Campus genauso, wie wissenschaftliche Publikationen oder hochkarätige Preise. Durch die strategische Partnerschaft mit der Life Science Factory schaffen wir ein stimulierendes Umfeld für unsere Forschenden, ihre Ideen schneller und einfacher in die Praxis zu bringen. Gründerinnen und Gründer finden hier ein einzigartiges Umfeld, die Zukunft der biomedizinischen Entwicklung zu gestalten.“

 

Weitere Informationen zur Life Science Factory finden Sie unter https://lifescience-factory.com/de/muenchen/

Pressekontakt:

Svenja Hodel, Communication Manager Life Science Factory, svenja@lifescience-factory.com +49 151 50858994

Helmholtz Munich: Verena Coscia, Team Leader Corporate Communication & Press Officer, presse@helmholtz-munich.de, +49 89 3187-49342

 

Über die Life Science Factory 

 

Die vom Life-Science-Konzern Sartorius initiierte Life Science Factory fördert den wissenschaftlichen Fortschritt und Firmengründungen im Life-Science-Bereich. Ziel ist es, Forschung und Entwicklung innovativer Technologien mit einem klaren Anwendungsfokus zu stärken und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern den Raum zu bieten, erste Schritte außerhalb akademischer Institutionen zu gehen.

 

Seit Januar 2022 bietet die Life Science Factory im Göttinger Sartorius Quartier modernste und vollausgestattete Laborflächen, Coworking-Plätze, multi-nutzbare Veranstaltungsflächen sowie eine Prototyping-Werkstatt. Regelmäßige Veranstaltungs-, Beratungs- und Workshop-Angebote bilden einen elementaren Bestandteil des Angebots der Life Science Factory.

 

Über Helmholtz Munich

 

Helmholtz Munich ist ein biomedizinisches Spitzenforschungszentrum. Seine Mission ist, bahnbrechende Lösungen für eine gesündere Gesellschaft in einer sich schnell verändernden Welt zu entwickeln. Interdisziplinäre Forschungsteams fokussieren umweltbedingte Krankheiten, insbesondere die Therapie und die Prävention von Diabetes, Adipositas, Allergien und chronischen Lungenerkrankungen. Mittels künstlicher Intelligenz und Bioengineering transferieren die Forschenden ihre Erkenntnisse schneller zu den Patient:innen.

Helmholtz Munich zählt mehr als 2.500 Mitarbeitende und hat seinen Sitz in München/Neuherberg. Es ist Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft, mit mehr als 43.000 Mitarbeitenden und 18 Forschungszentren die größte Wissenschaftsorganisation in Deutschland. Mehr über Helmholtz Munich (Helmholtz Zentrum München Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt GmbH): www.helmholtz-munich.de  

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